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Profi-Sonderdruck-Nutrix

profi 3/2015 Zu den Preisen: Die Nutrix+ kostet mit einem Futterbehälter 8500 Euro, mit zwei Behältern 11000 Euro. Der Preis enthält die Steuerungstechnik sowie — vormontiert auf einer Platte — die Verteiltechnik inklusive Eimer-Ventil. Hinzu kommen Ausgaben für die im Abteil erforderliche Technik, also für Tröge, Sensoren, Leitungen und Ventile in Höhe von rund 160 Euro je Trog. Bezogen auf die Abferkelbucht kostet mit 350 Sauen im Betrieb die Nutrix+ so rund 150 Euro. Durch das relativ teure Basispaket fallen mit einem großen Sauenbestand die Technikkosten je Bucht entsprechend güns- tiger, bei kleinen Beständen höher aus. Und um hier beim Beispiel eines 350er Sauen- betriebs zu bleiben: Laut Weda liegt bei die- ser Bestandsgröße die Investition in etwa auf der Höhe für Systeme mit Milchtassen — gleichwohl kann mit der Nutrix+ am Ende der Säugezeit betriebseigenes, preiswertes Ferkelfutter verwendet werden. Apropos „preiswertes Ferkelfutter“. Wir haben mit einem Weda-Testbetrieb dar- über und über die damit möglichen Tierleis- tungen länger diskutiert und dazu folgende Zahlen erhalten: Bei einer vierwöchigen Säugezeit und 12,7 abgesetzten Ferkeln erreichte der Betrieb im letzten Durchgang leer, läuft die drehzahlgesteuerte Kreisel- pumpe für einen kurzen Moment an. Bei Milch dreht dabei die Pumpe zur Schonung des Futters langsamer, bei dickflüssigem Brei schneller. Um die Restmengen nach dem Leeren des Anmischbehälters gering zu hal- ten, wird die letzte Milch mit Luft aus der Leitung gedrückt. Und zwar ebenfalls behut- sam mit 0,8 bar bei Milch und 1,6 bar mit Prestarter. Parallel erlaubt der Einsatz von Druckluft mit einem Schluck Wasser das flinke Reinigen der Ablaufrohre. Zu einer guten Hygiene trägt auch die täg- liche Reinigung der Leitungen mit Lauge bei. Die Regel wird aber sein, dass die Leitungen jeden Tag nur entleert und mit einem Nebel aus Peressigsäure desinfiziert werden. Der Einsatz der Lauge reduziert sich so auf die Hauptreinigung nach dem Ausstallen der Tiere — was Wasser und Geld spart. Weit weniger schwierig als von uns befürchtet ist das Reinigen der Tröge. Denn für ein bequemes Säubern der Tröge vom Futtergang aus genügen ein Wasser- schlauch und eine Gardena-Spüllanze. In Bezug auf die Hygiene braucht man sich so folglich nicht viel Sorgen zu machen, gleich- zeitig ist der finanzielle und zeitliche Auf- wand für eine gute Hygiene überschaubar. Stichwort Tröge. Für die Nutrix+ gibt es eine eigene Trogform. Bei Tests in der Pra- xis zeigte sich nämlich, dass Ferkel in den ersten Tagen nach ihrer Geburt nur ungern aus Metalltrögen saufen. Besser schnitten hier helle Tröge aus Kunststoff ab. Die Tests zeigten aber auch, dass am meis- ten gefressen wird, wenn der Trog zwischen zwei Abferkelbuchten montiert ist — viel- leicht, weil hier die Schale auch am längsten von Haus aus sauber bleibt. Und vermutlich animieren sich die Tiere hier gegenseitig zur Futteraufnahme abseits der Mutter. Da der Trog links und rechts in die Buchten ragt, ist sein Volumen aber eigentlich zu groß. Damit das Futter nicht lange stehen muss, besitzen die Schalen deshalb mittig eine Erhebung, wodurch das nutzbare Volu- men reduziert ist. Anstatt mit großen Men- gen hantieren zu müssen, kann so Futter in kleinsten Mengen vorgelegt werden. Und weil der Trog oval geformt ist, gibt es keine echten Schmutzecken — toll. Wie viel und wie oft Futter im Einzel- nen nachgelegt wird, entscheiden die Tiere über ihr Fressvermögen. Dazu ist jeder Trog mit einem Sensor versehen, welcher regelmäßig den Füllstand in der Kunst- stoff-Futterschale überprüft. Ist die Schale Über einen separaten Eimerablauf kann Milch zum Tränken und zum vollständigen Entleeren der Leitungen abgelassen werden. Mit Prestarter und Ferkelaufzuchtfutter I ist ein Futter-Wasserverhältnis von 11:4 möglich. Der 125-l-Behälter selbst wird einmal täglich entleert und gereinigt. Wie mit diesem Edelstahltrog hat Weda verschiedene Trogvarianten getestet — übrig geblieben ist die ovale PE-Schale. Druckluft, hier symbolisch am Kessel darge- stellt, kommt bei der neuen Technik eine besondere Bedeutung zu. So wird mit der Luft das letzte Futter bis zum Trog nachgedrückt. Anschließend werden die leeren Leitungen mit einem Luft-Wasser-Säuregemisch desinfiziert. profi·48084Münster·Internet:www.profi.de·E-Mail:service@profi.de·Telefon+49(0)2501/801-6961·Telefax+49(0)2501/801-359

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